Nationalpreis für Ostdeutsche Autoren
22. März 2009 | Author: DonDahlmann | Kategorie: Letzte Artikel
1989 fiel die Mauer, die die beiden deutschen Staaten von einander getrennt hatte. 2009 wird in vielen Veranstaltungen dieses historischen Momentes gedacht. Natürlich schließt sich auch der Literaturbetrieb den Feierlichkeiten an. Und so hat sich die Deutschen Nationalstiftung etwas sehr schönes einfallen lassen, wie man der Trennung und der Wiedervereinigung gedenken kann. Statt einem Preisträger, wird es in diesem Jahr gleich Autoren geben, die den Preis entgegen nehmen dürfen.
Erich Loest, Monika Maron und Uwe Tellkamp werden den mit insgesamt 60.000 Euro dotierten Preis entgegen nehmen können. Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:
Im 20. Jahr des Mauerfalls würdige die von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gegründete Stiftung Persönlichkeiten, die beispielhaft ihre unterschiedlichen DDR-Erfahrungen literarisch verarbeiteten. Der 83-jährige Loest («Nikolaikirche»), die 68-jährige Maron («Die Überläuferin») und der 40-jährige Tellkamp («Der Turm»), der 2008 auch den Deutschen Buchpreis bekam, symbolisierten «persönlich und mit ihrem literarischen Schaffen die mehrfache Gebrochenheit der deutschen Geschichte».
Eine gute Entscheidung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, auch wenn man sich gewünscht hätte, dass es auch ein Westdeutscher Autor, der sich um die Wiedervereinigung verdient gemacht hat, unter den Preisträgern wäre.






