VG Wort vs. Google

20. Januar 2009 | Author: DonDahlmann | Kategorie: Letzte Artikel

GoogleKaum zu glauben, aber wahr. Die VG Wort, Verwertungsgesellschaft für alle dort angemeldeten Autoren, legt sich mit dem Weltkonzern Google an. Es geht um darum, dass Google damit begonnen hat, massenweise Bücher einzuscannen, und die Scans unter Google Books auch zur Verfügung stellt. Vor ein paar Wochen noch hatte Google eine, wie sie selber sagen, “bahnbrechende Vereinbarung” mit dem Authors Guild und der Association of American Publishers (AAP) getroffen. Dabei sollen 125 Millionen Dollar in die Kassen der US-Vereinigungen geflossen sein, die an die Autoren weiter gegeben werden sollen. Doch das betrifft eben nur Schriftsteller aus den USA. Die VG Wort sieht hier ein Problem.

Und das liegt einfach darin begründet, dass es etliche zehntausend Bücher auch von deutschen Autoren gibt, die in den USA veröffentlicht werden. Da die Verlage nicht in den Zahlungsprozess eingebunden sind, sehen die Autoren auch keinen Cent aus der getroffenen Vereinbarung. Die VG Wort, der Verband deutscher Schriftsteller (VS) und Börsenverein des Deutschen Buchhandels wollen nun mit Google eine eigene Vereinbarung erstreiten.

Neben den finanziellen Aspekten für deutsche Autoren, ist es auch nicht unwichtig für all jene, die Google Books nutzen, dass hier eine Einigung erzielt wird. Denn je mehr Bücher auch online zu finden sind, desto besser sind die Ergebnisse einer Recherche und die Bücher stehen mehr Menschen zur Verfügung.

Tags: , , , ,

Kommentar schreiben