Schnelles Geld
29. Dezember 2008 | Author: DonDahlmann | Kategorie: Letzte Artikel
Zum Jahresende gibt es für Autoren ein paar Dinge zu beachten. Zum Beispiel gibt es vertragliche Dinge, die man jetzt noch mit seinem Verlag lösen kann. Darunter fällt die wichtige Frage, wann und wie ein Verlag Rechte nutzen kann, die bei Abschluss des Vertrages noch überhaupt nicht geklärt waren. Hat man in seinem Vertrag bisher keine Verwendung eines Textes in den immer mehr aufkommenden E-Book-Readern verabredet, wird es nun langsam Zeit, dies zu tun, da Amazon mit dem “Kindle” und auch andere Firmen immer stärker auf den Markt drängen. Das Problem ist, dass der bisherige Vertragspassus “unbekannte Nutzungsarten” vom Gesetzgeber schlichtweg gestrichen wurde.
Dass betrifft auch schon geschlossene Verträge! Die Gewerkschaft “ver.di” weißt daraufhin “Mit der in § 137l fixierten Übergangsregelung erhalten die Verwerter diese Rechte automatisch rückwirkend für alle Verträge, die seit dem 1.1.1966 geschlossen wurden und „alle wesentlichen Nutzungsrechte ausschließlich sowie räumlich und zeitlich unbegrenzt“ einräumten (was z.B. bei Buchverträgen üblich ist). Einzige Chance, dem zu entkommen: Man muss noch im Jahre 2008 der Nutzung auf „unbekannte Nutzungsarten“ widersprechen.” Dazu reicht normalerweise ein einfacher Brief, der aber bis zum 31.12. eingetroffen sein muss.
Auch für Journalisten gibt es noch etwas zu beachten. Über die VG Wort kann man versuchen, auch Texte, die nur online erschienen sind, anzumelden. Normalerweise benötigt man dafür einen so genannten “Zählpixel”, der von Hand in alle Texte, die man online veröffentlicht, einbauen muss. Viele Autoren haben aber gar nicht die Möglichkeit, einen solchen Pixel einzubauen und nicht wenige Verlage scheuen die Mehrarbeit, so ein Ding im Text zu verstecken. Die VG Wort bietet in diesem Jahr aber eine Sonderausschüttung für Autoren, deren Texte zwar online sind, aber nicht gezählt werden. Dafür muss man allerdings jeden Text einzeln in einer Eingabemaske eingeben. Typisch VG Wort - nette Idee, extrem kompliziert gelöst.






