Litprom launcht “Weltempfänger”
3. Dezember 2008 | Author: Anja Krieger | Kategorie: Letzte Artikel
“Weltempfänger” heißt die neue Bestenliste, mit der der Verein litprom deutsche Übersetzungen afrikanischer, asiatischer und lateinamerikanischer Literatur fördern will. Die Liste wird von nun an vierteljährlich im Februar, Juni, September und November erscheinen.
Die erste Weltempfänger-Liste führt der indische Autor Aravind Adiga an, dessen Buch “Der Weiße Tiger” bereits den Booker Prize gewonnen hat und von Ingo Herzke ins Deutsche übersetzt wurde. Auf Platz 2 folgt der Halbsudanese Jamal Mahjoub mit seinem Roman “Die Stunde der Zeichen”, übersetzt von Thomas Brückner. Der mexikanische Klassiker “Pedro Páramo” von Juan Rulfo kommt in einer Neuübersetzung von Dagmar Ploetz auf Platz 3, gefolgt vom Thriller “Weißer Schatten” von Deon Meyer aus Südafrika, den Ulrich Hoffmann ins Deutsche übertragen hat.
Platz 5 geht an den Kolumbianer Evelio Rosero für “Zwischen den Fronten”, übersetzt von Matthias Strobel. Mit Barbara Gartners Übersetzung von “Gestrandet” landet der Marokkaner Youssouf Amine Elalamy auf Platz 6. Einzige weibliche Autorin auf der ersten Weltempfänger-Liste ist Nigerianerin Sefi Atta mit ihrem von Sigrid Groß übersetzten Roman “Sag allen, es wird gut” auf Platz 7.
Die Auswahl traf eine neunköpfige Jury um Autor Ilija Trojanow, in der neben SWR2-Literaturedakteurin Katharina Borchardt unter anderen auch Andreas Fanizadeh, Ressortleiter Kultur bei der taz, Islamwissenschaftler Navid Kermani und Arno Widmann vom Feuilleton der Frankfurter Rundschau sitzen.
Litprom, das seit fast 30 Jahren die Übersetzung und Rezeption afrikanischer, lateinamerikanischer und asiatischer Literatur in Deutschland fördert, möchte mit dem Weltempfänger eine Orientierungshilfe für Feuilleton, Buchhandel sowie Leserinnen und Leser “im Dschungel der Neuerscheinungen” bieten.
Perlentaucher-Rezensionsnotizen:
Aravind Adiga. Der Weiße Tiger.
Jamal Mahjoub. Die Stunde der Zeichen.
Juan Rulfo. Pedro Páramo.
Deon Meyer. Weißer Schatten.
Evelio Rosero. Zwischen den Fronten.
Sefi Atta. Sag allen, es wird gut.






