Writers-in-Prison kämpft für Autoren

19. November 2008 | Author: DonDahlmann | Kategorie: Letzte Artikel

Writers in PrisonDie Zeiten, in denen man als Autor wegen eines Buches sich staatlicher Repression ausgesetzt sah, sind in Europa vorbei. Doch dabei vergisst man schnell, dass es in anderen Ländern ganz anders aussehen kann. Schon allein ein Blick in die Türkei offenbart, dass sich hier die publizistische Freiheit schon mal heftigen Angriffen ausgesetzt sieht. In anderen Ländern auf der Welt ist es noch schlimmer. Nicht wenige Autoren sitzen in Gefängnissen. Laut der Organisation Writers-In-Prison sitzen zur Zeit über 600 Autoren weltweit in einem Gefängnis. Die versuchen, sich für die Autoren einzusetzen.

Dafür hat man weltweit 50 Zentren gegründet, die teilweise vor Ort versuchen bedrohten Schriftstellern zur Seite zu stehen. Entweder, in dem sie sich um anwaltliche Hilfe bemühnen, oder in dem sie den Autor auch im Gefängnis unterstützen und auf sein Schicksal aufmerksam machen. Viele Länder, darunter auch China, haben durchaus bemerkt, dass es zu einem negativen Image führen kann, bedrängt man Autoren zu sehr im Gefängnis. Zwar werden die Inhaftierten nicht entlassen, aber die Haftbedingungen können auf Grund des Einsatzes verschiedener Organisationen schon mal deutlich verbessert werden.

Eine neue Idee ist es, dass Studenten einen Autor der im Gefängnis sitzt oder verfolgt wird, “adoptieren”. Germanistikstudenten an der Universität Giessen sind in diesem Wintersemester dazu aufgerufen worden, sich eines Autos anzunehmen. Sie sollen sich mit den Behörden in Verbindung setzen, die Familien moralisch unterstützen und auf das Schicksal des Autors aufmerksam machen.

Wer nun auch helfen möchte - auf der Webseite Writers-In-Prison gibt es ein Kontaktformular.

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